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  • Marion Stolz

Der Junge der schief steht

Geschichten aus dem Wohlfühlstudio


Ein 9jähriger Junge hat mich gestern mit seiner Mutter besucht. Sie wollte ihn von mir mal „überprüfen lassen“.


Der Junge, der von Anfang an sehr aufgeschlossen und wissbegierig scheint, berichtet er hat manchmal Fussschmerzen, ein Ziehen hinten an der Ferse und „da so seitlich bei den Rippen“ tut’s oft weh.

  • Zunächst verglich ich den Körperbau mit dem Jenga-Bauklötzchen-Spiel – der Junge versteht gut, dass wenn etwas im Körper wackelig oder schief ist, dass alles zusammenhängt bzw. sich irgendwie dann Schmerzen oder ähnliches ergeben.

  • Stand – Fühlen – Unterschiede fühlen, erkennen, berichten lassen: Er erkennt selbst, dass er auf dem abgewinkelten Bein steht und das Rechte leicht nach außen streckt -> Gerades beidbeiniges Stehen ist fast unmöglich

  • Becken auf unterschiedlicher Höhe, ebenso Schultern unterschiedlich hoch und die eine leicht nach vorne geneigt, deswegen auch beim Kopf eine leicht schiefe Haltung

  • Wir erarbeiten dies alles anhand vom Spiegelbild und mit Zeigen und Erklären meinerseits – Der Junge kann das selbst gut erkennen, fühlen und erkennt tolle Zusammenhänge, warum das so ist

  • Ab auf die Liege – Überprüfen der Beinlänge: Unterschied von 3 ½ cm! Nach dem Einrichten des rechten Beines wieder ein Unterschied von 1,5 cm (dieses Mal am anderen Bein). Ein Unterschied um insgesamt 5cm!

Könnt ihr euch vorstellen, welche Auswirkung das auf den restlichen Körper hat bzw. welche Folgen es in der Körperstatik ist?

  • Einrichten des 2. Beines (Fussgelenk – Knie – und Hüftgelenk in die richtige Position zusammenschieben) -> beide Beine sind gleich lang

  • Erneutes Fühlen: Junge strahlt, spürt sofort die Veränderung „stehe gerade und kann den einen Fuss gar nicht mehr so rausstellen – das braucht’s jetzt nimmer“

  • Einrichten der Hüfte und Wirbelsäule durch Pendeln der Arme -> überall zwickt es ein wenig, doch es lässt fast augenblicklich nach -> jetzt ist alles gerade sagt er

  • Die Mutter erzählt, dass er sich selbst kaum etwas traut, obwohl er ein so lieber Bub ist. Bei einem Wirbel der recht zwickt, frag ich den Bub, wer da drinsitzt? Er sagt: „Einer der nix kann“

Faszinierend, wie Kinder selbst genau wissen, was sie brauchen und fühlen.

Wir arbeiten mit Zypresse/Rossmarin – Duftöl um die Verspannung zu lösen. Ebenso geben wir ein, zwei Tropfen auf die Handflächen und atmen sie ein paar mal ein. Ich höre: „Mmh – das riecht gut und macht entspannt und leicht Ebenso kann man Kindern diese „festsitzenden Gefühle“ ganz leicht nehmen, indem man die negativen Gefühle umdreht.


Ich frage den Jungen, ob es Dinge gibt, die er bereits kann.

Er sagt: „Ja ganz viele!“ Zusammen zählen wir einiges auf (Radfahren, Schwimmen, Kreativ-sein, Kampfsport, etc.) -> Bei weiterem Nachfragen, ob er die Dinge immer schon sofort konnte oder ob man die Schritt für Schritt lernen musste, erklärte er mir: „Üben, Üben und Üben“


Wir arbeiten noch ein wenig energetisch mit diesem Thema – Der Junge erzählt uns: „Mein Empfinden fühlt sich so leicht an, ich kann sogar wieder anders gehen, alles ist gleich und gerade“


Eine kleine Hausaufgabe für Zuhause, gebe ich dem Jungen mit. Er sollte sich gezielt bewusst werden, was er alles schon kann und gelernt hat. Negative Gedanken sollte er ausblenden, indem er sich entspannt und sich bewusst macht, das niemand ohne Üben ans Ziel gekommen ist. Zum Entspannen könne er zudem ein bisschen Rossmarin-Öl nutzen.

All das kann er super schnell umsetzen, annehmen und freut sich darüber.


Sollten die Probleme des Jungen wieder schlimmer werden, so gebe ich der Mutter mit auf den Weg, dass der Junge jederzeit bei mir willkommen ist.

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